Ärzte für Tiere in Brüssel bei der SANCO


v.links: Dr. W. Vier Pfoten DE, Sofia T. PFO GRE, Philip M. TASSO DE, Nathalie K. FPCC RO, Dr. A. FNPA RO, Achim R. Ärzte für Tiere DE, Claudia B. Journalistin DE, Erik M. Notar ETN DE, Irini M.i PFO GRE, Dr. R. MASCOTEROS ES, Raffaela V. ZAMPA LIBERA IT, Jorge M. Q. MASCOTEROS ES, Stefana D. AFA BG.

Am 24. Januar 2013 fand ein von „Ärzte für Tiere e.V." organisiertes Treffen von zehn Tierschutzorganisationen mit der EU-Kommission für Gesundheit und Verbraucherschutz DG SANCO statt.
Gastgeber waren Frau Joanna Darmanin, die Leiterin des Kabinetts von EU-Kommissar Tonio Borg / DG SANCO und Dr. Harry Vassallo, Mitglied des Kabinetts. Ebenfalls anwesend waren Referatsleiter Joanna Darmanin EU Kommission SANCO und Achim Richter Ärzte für TiereTierschutz in der DG SANCO Dr. Andrea Gavinelli und Dr. Paolo Dalla Villa. Insgesamt waren 18 Personen anwesend, 14 Tierschützer und 4 Vertreter der Kommission.
Die Tierschutzorganisationen zeigten Präsentationen über Grausamkeiten und Misshandlungen gegen Straßen-und Heimtiere in Süd-und Südosteuropa. Dabei repräsentierte jede Organisation ihr eigenes Land. Vertreten waren Spanien, Italien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien und als Beitrittskandidat für die EU, die Ukraine (vertreten durch eine deutsche Organisation).
Ärzte für Tiere e.V. zeigte dabei einen Überblick über die Situation in Europa und hat bei der Gelegenheit eine Sammlung von 303 717 Unterschriften gegen die Grausamkeiten an Straßentieren,zusammen mit der Forderung nach einem europaweiten Tierschutzgesetz, übergeben.

 

WIR MÖCHTEN UNS HIERMIT BEI ALLEN UNTERSTÜTZERN UND UNTERZEICHNERN BEDANKEN, OHNE DIE DIESES TOLLE ERGEBNIS NICHT MÖGLICH GEWESEN WÄRE.

Zum ersten Mal im Bereich Tierschutz, aber auch in der menschlichen Psychologie, stellten wir eine internationale wissenschaftliche Studie vor, die die Auswirkungen der Tierquälerei im öffentlichen Bereich auf die kindliche Entwicklung darstellt. Es fand eine rege Diskussionen über die steigende Brutalität gegenüber Streuner-und Tierheimtieren statt.

 

Claudia Buthenhoff-Duffy Verfasserin der Studie 'Making the Link'Humane effiziente Methoden und erfolgreiche Projekte über die Populationskontrolle streunender Tiere wie C/N/R (Fangen/Sterilisieren/Zurückbringen) wurden ebenfalls
vorgestellt und anhand von Diagrammen präsentiert. Weitere Diskussionspunkte waren die weit verbreitete Korruption und Geschäftemacherei mit den Straßentieren in vielen EU-Mitgliedsstaaten, auf lokaler und nationaler Ebene.

Abschließend wurde das wichtige Thema „Kennzeichnung und Registrierung" als zentrales Element zur aktiven verantwortlichen Tierhaltung hervorgehoben. Diese Punkte werden in naher Zukunft mit weiteren möglichen politischen Maßnahmen und Studien diskutiert werden.
Dr. Carmen Arsene Präsidentin des rumänischen Tierschutzbundes und Joanna DarmaninEs hat eine lebhafte Diskussion stattgefunden, aber die Vertreter der EU-Kommission wiesen klar auf ihre begrenzte rechtliche Kompetenz hin, die ihnen durch den Vertrag von Lissabon gegeben ist.
Sie wiesen darauf hin, dass sie den rechtlichen Status der Mitgliedstaaten innerhalb des EU-Systems zu respektieren haben.

Wir halten Sie weiter über den laufenden Dialog mit der EU-Kommission informiert. Parallel dazu beginnen wir strategische, als auch praktische Aktivitäten mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, dass sie als Vertreter von uns, als europäische Bürger, gewählt wurden.

Das Problem der Grausamkeiten gegenüber unseren Tieren in den Mitgliedsländern ist jetzt in den EU-Institutionen höchst präsent und wir werden den politischen Druck mit der jeweils eigenen Gruppe und durch unsere neu gegründete "EU Action Group" beibehalten.