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Neue Hoffnung für die bulgarischen Straßentiere

Der bulgarische Agrarminister erklärt ihren Schutz zur Chefsache.

Für Vergrösserung auf das Bild klicken - Quelle: Nikolai DoichinovDer Brief des Ministers Naidenov vom 19 November 2009, adressiert an die Vorsitzende des Vereins ÄRZTE FÜR TIERE Dr. Rumi Becker enthält eine sehr erfreuliche Meldung: "Ich versichere Ihnen, wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen falls ungesetzliche Handlungen seitens der verantwortlichen Institutionen bei den Kontrollen festzustellen sind."

Quelle: Nikolai DoichinovWir waren zwei Wochen unterwegs in Bulgarien, haben viel Elend in den "Tierheimen" für Straßentiere  erlebt. Wir führten Gespräche mit Bürgermeistern, Politikern und Medienvertretern. Unsere Anwälte in Deutschland stellten erneut Anträge für die Schließung der Tierlager und Änderungen der Haltungsbedingungen dort. Immer mit einem großen Ziel vor den Augen - die Lage der Straßentiere landesweit zu verbessern. Zugegeben, die wenigsten unserer Gesprächspartner setzen sich für die Tiere ein und sahen einen humanen Umgang mit ihnen als ethische und gesetzliche Verpflichtung.

Nun ist es aber auch in Bulgarien so, wenn man etwas Wesentliches erreichen will, geht man nicht zum "Schmiedchen", sondern zum "Schmied". In diesem Fall zum Agrarminister Bulgariens Dr. Naidenov, der obersten Instanz in der Staatshierarchie in Fragen Straßentiere. Unsere STARS Vertreterin in Sofia, die Journalistin Frau V. Kalchev führt ein  langes  Gespräch mit dem Minister. Das Thema sind die Straßentiere.

Mit gutem Resultat:  eine Woche danach erfahren wir aus dem  Brief vom 19 November 2009 an ÄRTE für TIERE , dass Dr. Naidenov  diese Angelegenheit zur Chefsache erklärt.

Er beauftragt den Leiter des Nationalen Veterinärmedizinischen Dienstes Dr. Iordan Voinov mit Kontrollen. Davon betroffen sind alle Gesetzesverletzungen, die wir  noch in Bulgarien beanstandet haben. Wir bekamen auch die Zusage die  Kontrollberichte  in Kopie zu erhalten.

Diese positive Wende ist kein Grund für Euphorie, aber sehr wohl für eine realistische Hoffnung. Die persönliche Intervention des  Ministers, des Herrn über Leben und Tod der Straßentiere im ganzen Land ist ein Sieg der Gerechtigkeit und einmalig in der Geschichte des bulgarischen Tierschutzes. Der Weg zum endgültigen Erfolg ist lang und mühsam, das weiß jeder von uns. Aber fängt nicht jede lange  Reise mit  dem ersten Schritt an?

Wir sind froh ihn gemacht zu haben.

 Der Brief des Ministers Naidenov vom 19 November 2009, adressiert an die Vorsitzende des Vereins ÄRZTE FÜR TIERE Dr. Rumi Becker

 
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