|
|
| Auch Kinder schützen Tiere |
|
Die Kindergruppe „Patruli“ in Sofia
Die Tierschützer und die Straßentiere aus dem Bezirk Ivan Vasov haben seit Jahren eine unschätzbare Hilfe – die Kinder.
Die Kindergruppe „Patruli“ (die Wächter) melden Tiernotfälle den Erwachsenen, „stehen Schmiere“, wenn Fängertrupps gesichtet werden, verstecken die Verfolgten so gut es geht in Kellern und Baracken, sorgen dafür, dass Hunderudel auseinanderlaufen, wenn der „Leichenwagen“ kommt, da er für einzelne Hunde kaum hält.
Hier ein Brief der zehnjährigen Dajana an die örtliche Tierschutzorganisation: Liebe Freunde, das ist meine Geschichte! Als wir vor dem Hochhaus spielten, kam ein merkwürdiger Mann. Er fragt uns, wo hier kleine Hündchen sind. Er sagte uns, er möchte ein kleines Hündchen haben. Aber wir haben ihm gesagt, dass sie ein Herrchen haben. Er wollte sie unbedingt sehen. Er ging zu ihnen und als er sie gesehen hatte, nahm er eine Plastiktüte und ferchte sie hinein. Als meine Schwester das gesehen hat, versuchte sie ihm die Tüte wegzunehmen, aber er schlug zu, fing zu rennen an und stieg in einen blauen Bus mit weißem Dach ein – er gehört der ZOO-BARMHERZIGKEIT an (jetzt: städtisches Unternehmen ÖKOGLEICHGEWICHT, verantwortlich für den Tierfang und anschließende Liquidierung in Losenenz-Lager. Losenez wurde zwischenzeitlich geschlossen. Die Red). Wir gingen zur ZOO-BARMHERZIGKEIT und dann erfuhren wir, dass ZOO-BARMHERZIGKEIT ein Todeslager ist. Wie sie die kleinen Hündchen töten und hinein in einen Plastiksack ersticken und was nicht sonst noch alles...Dajana Lilova, Sofia, Christo-Danov-Schule Brief von Desislava und Martina Freunde, Menschen, geboren mit einer Seele, der es gelungen ist, sich in dieser verrückten Welt zu bewahren. Bulgaren, die Bulgarien lieben und seine ganze Natur. Männer, Frauen, Kinder, die einen echten physischen Schmerz verspüren, wenn man Leben vernichtet. Hört uns zu, und sagt Euer gewichtiges Wort. Während der Jahrhunderte und auch jetzt beweisen sie, das ihr ganzes Leben den Menschen gewidmet ist. Sie beschützten ihn vor Feinden, retten ihn bei Erdbeben und Lawinen, dienen an der Grenze, finden Drogen. Werden zu Augen für die Blinden, Beine für die Lahmen und noch viel viel mehr. Im Mittelalter sagte ein Weiser: der Hund hat mich zum Mensch gemacht. Und wir, wir werden wieder Verräter an unserem besten Freund – dem Hund. Wenn Ihr, wie wir auch in einer zivilisierten Gesellschaft wohnen wollt, Eure Seele lebendig und das Gewissen rein erhalten wollt – HELFT ihnen ! Desislava Lilova & Martina Stoinovska, Sofia, Christo-Danov-Schule Helfen Sie, damit wir helfen können „Das Problem der bulgarischen Kinder mit den Straßenhunden ist nicht die Gefahr, sich mit Krankheiten anzustecken, sondern der Eindruck, wie diese in unserm Land behandelt werden – die barbarischen Misshandlungen und Tötungen der Hunde vor den Augen der Kinder provoziert Neurosen und schmerzhafte Erinnerungen bis zum Lebensende...“ Dr. med. Vasilka Sarcheva, Kinderärztin, Sofia „Indem wir Tiere töten, bringen wir Kindern bei, dass nicht jedes Leben gleichwertig ist... Darin liegen die Wurzeln des Faschismus. Die Traumatisierung der Kinder durch Gewalt am Tier, die sie unter dem Vorzeichen der Normalität erfahren, hat verheerende Folgen für die Kinder. Das Kind verliert die Fähigkeit zum Mitgefühl und ist ständig zwischen der Identifikation mit dem Täter und dem Opfer hin- und hergerissen.“ Aus dem Buch „ die Notwendigkeit einer neuen Mensch-Tier-Beziehung zur Begründung der wahren Humanität“ von Dr. Erika Gartmann, Universität Marburg |
![]() |
|
|