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| Isolatoren isolieren Bulgarien |
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ÄRZTE FÜR TIERE startet eine Protestkampagne für ein humanes Tierschutzgesetz für Bulgarien. Wir haben dem bulgarischen Staatspräsidenten, Herrn Stanischev, dem Vorsitzenden des bulgarischen Parlamentes, Herrn Pirinski und weiteren Spitzenpolitikern einen Brief geschrieben, in dem wir unsere begründeten Sorgen darüber, das bestimmte Kreise in Bulgarien ein tierfeindliches Gesetz verabschieden wollen, klar darstellen. Dieser Gesetzentwurf liegt uns vor. Er besagt unter anderem:
Unser Brief an die bulgarischen Politiker Sehr geehrte Damen und Herren Die bevorstehende Aufnahme Bulgariens in die Europäische Union stellt eine große Herausforderung und eine Zäsur für ihr Land dar. „Werte bestimmen Europa – nicht Grenzen“, sagt der Kommissar für die Erweiterung der EU Olli Rehn – in diesem Sinne möchten auch wir in Deutschland unseren Beitrag leisten für rasche Etablierung der humanen Werte und die größtmögliche Transparenz bei der Arbeit der Behörden in Bulgarien. Wir wenden uns an Sie mit der Bitte um Kooperation bei der Verabschiedung des Tierschutzgesetzes in Bulgarien. Der Gesetzesentwurf wurde von einer Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung der Experten des Nationalveterinärmedizinischen Dienstes, des Agrarministeriums, des Ökologieministeriums, des Gesundheitsministeriums und der Vertreter der Gemeinden und derTierschutzorganisationen konzipiert. Grundlegende Positionen des Entwurfs sind:
Den Formulierungen in dem Gesetzentwurf liegen Texte der österreichischen, slowenischen und griechischen Tierschutzgesetze zugrunde. Sie stehen im Einklang mitden effektiven europäischen Praktiken und den Empfehlungen der WHO. Wir haben berechtigte Sorgen, das dieser Entwurf, der auf den Prinzipien der Humanität und der ökologisch-ökönomischen Vernunft basiert, gravierenden Änderungen ausgesetzt sein wird. Das Problem mit dem Tierschutz in Bulgarien ist symptomatisch. Es spiegelt das Fehlen humanistischer Einstellungen und ein mangelndes Verständnis der humanistischen Prinzipien als grundlegender europäischer Werte. Die Ethik basiert auf Mitgefühl und Respekt vor ALLEN Lebewesen und ist nicht teilbar. Die Verabschiedung eines Tierschutzgesetzes nach europäischen Maßstäben wird genau diese Lücke in der öffentlichen Moral Ihres Landes kompensieren. Konfliktbeladen ist der Gesetzestext bezüglich der Straßentiere. Bekannt und bewiesen ist der Missbrauch dieser Tiere als „Rohstoff“ für z.B. für Mäntel, Gelatine, Fette etc. Starke finanzielle Interessen seitens zweifelhafter Firmen dominieren die Kontrollinstanzen der „grauen“ Industrie. Bekannt sind die Grausamkeiten im Umgang mit den Tieren, wie bis vor kurzem im „Isolator“ Losenez üblich waren und jetzt in dem neu in Betrieb gegangenen Tötungslager Seslavzi an der Tagesordnung sind. Diese Fakten bedeuten klare Missachtungen des zur Zeit geltenden „Gesetzes für die Veterinärmedizinische Tätigkeit“. Die Diskriminierung der Straßentiere bedeutet überdies eine grobe Verletzung des „Europäischen Übereinkommens zum Schutz der Haustiere“, ratifiziert von Bulgarien. Dieses Europäische Übereinkommen definiert die Straßentiere als Haustiere. Überdeutlich wird in diesen Zusammenhängen die Notwendigkeit einer sozialen und humanen Lösung auch des Politikums „Straßentiere in Bulgarien“ durch eindeutige Gesetze. Eine adäquate Gesetzgebung würde auch helfen, der Korruption und den kriminellen Strukturen in ihrem Land Einhalt zu gebieten. Wir appellieren an sie und hoffen auf ihre Unterstützung. Wir sind überzeugt, dass das Gesetz, angefertigt und koordiniert mit der bulgarischen Öffentlichkeit, die Humanität, die Demokratie und die Gesetzlichkeit in ihrem Land nachhaltig fördert. Bulgarien wird dann einen Ehrenplatz in der europäischen Gemeinschaft einnehmen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Rumi Becker 1. Vorsitzende von "ÄRZTE FÜR TIERE - EUROPÄISCHES NETZWERK e.V." |
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