Gibt es neue Hoffnung für Millionen Straßentiere in der EU?
Unser Mitarbeiter Hans Joachim Richter berichtet aus Brüssel
Am 24.04.2012 bin ich in Brüssel gewesen, um unsere von der EU für gültig
erklärte PETITION 1274/2011 vor dem Petitionsausschuss und der EU Kommission zu erläutern. Bevor ich unsere Petition 1274/2011 (Europaweites Tierschutzgesetz) vorgetragen habe, bin ich für Kendra Pinder (Petition 595/2011) eingesprungen und habe, auf Bitte von Carmen Arsene (Rumänischer Tierschutz), die Rede zur Petition 595/2011 (Straßentiere in Rumänien) auf Englisch gehalten.
Am Ende der Petenten-Vorträge ist der Vertreter der EU Kommission zu Wort gekommen, der anmerkte, das sei nicht Sache der EU, weil darüber keine Verträge mit den Mitgliedsländern bestehen würden. Leider die übliche Antwort auf diverse Anfragen hinsichtlich der Streuner.
Danach haben die Mitglieder des Petitionsausschusses das Wort ergriffen, wobei sich besonders positiv MEP Hr. Victor Boştinaru aus Rumänien und MEP Hr. Dr. Peter Jahr hervorgetan und die Petitionen ohne Wenn und Aber unterstützt haben.
Der Link zur Sitzung
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In Bulgarien bahnt sich eine Katastrophe für die Straßentiere an.
In Sofia, im Bezirk Malinova Dolina, einem Studentenviertel, wurde am 29.März ein 87 Jahre alter Mann, von einer Gruppe von angeblich 15 Hunden, angegriffen und verletzt. Er ist ins Krankenhaus gekommen und inzwischen leider gestorben. Zusätzlich zu den Wunden litt er an einer Herzerkrankung.

Der Text zum Bild lautet:
Jäger der Gemeinde, aus der Abteilung
"Ecoballance" (Anm. was für ein
Unsinn!),fingen gestern 8 der
streunenden Hunden, die am Mittwoch
den älteren Mann in Malinova dolina
Bezirk angegriffen haben. Die
Gemeinde verfügt über Beweise, dass
die Gruppe aggressiver Hunde 15
Mitglieder hat, und alle sollen
eingeschläfert werden.
Quelle: Zeitung aus Sofia v.31.03.12
Die Tiere die ihn angeblich verletzt haben, wurden eingefangen und sollten sofort getötet werden. Durch einen Einspruch von Tierschützern vor Gericht, wurde das aber vorerst gestoppt. Fragt sich nur, für wie lange.
(Ein Musterschreiben und Emailadressen für den Protest finden Sie unter „weiterlesen“)
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Wichtige Mitteilung aus Brüssel!
Update vom 15.04.2012:
Am 24.04.2012 fährt Hans Joachim Richter auf Einladung des Petitionsausschusses nach Brüssel um unsere Petition für ein europaweites Tierschutzgesetz für Straßentiere vor dem Petitionsauschuss zu erläutern. Die genehmigte Redezeit beträgt maximal 5 Minuten und kann am 24.04. gegen 10:30 Uhr über diesen Link online verfolgt werden. Liebe Tierfreunde, wünschen Sie uns und vor allen Dingen den Straßentieren viel Glück, das diese Petition übernommen wird.

Am 20.03.2012 haben wir von der Vorsitzenden des EU Petitionsausschusses, Fr. Mazzoni einen Brief erhalten, in dem Sie uns mitgeteilt hat, dass unsere unten stehende Petition vom Petitionsausschuss geprüft und nach den Bestimmungen der Geschäfts-ordnung des Europäischen Parlaments für ZULÄSSIG erklärt wurde, da die aufgeworfene Anfrage in den Tätigkeitsbereich der Europäischen Union fällt.
Hier ist der Haupttext und die Zusammenfassung unserer Petition.
Übergabe der Petition Europa muss die Verantwortung für Millionen Straßentiere übernehmen!
Unter dem Titel „Europa muss die Verantwortung für Millionen Straßentiere übernehmen!“ wurde am Dienstag eine Petition von Ärzte für Tiere zur Schaffung eines europaweiten einheitlichen Tierschutzgesetzes an Frau Erminia Mazzoni (Vorsitzende des EU-Petitionsausschusses), im Parlamentsgebäude in Brüssel übergeben.
Europa muss die Verantwortung für Millionen Straßentiere übernehmen!
Wir fordern ein europaweit geltendes Tierschutzgesetz für Strassen -und Heimtiere, um die Grausamkeiten an den auf der Straße lebenden Kreaturen zu beenden und die Überpopulation einzudämmen.
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Brüsseler Spitzen
Die Elenden
von Ingolf Bossenz
(Foto: nd/Camay Sungu)Der englische König Richard III., der laut Shakespeare in schierer Verzweiflung sein Königreich für ein Pferd bot, hätte heute in Irland die Qual der Wahl. Dazu müsste er nicht einmal einen der zahlreichen Zuchtbetriebe aufsuchen, sondern könnte sich auf Straßen und freiem Feld bedienen. Denn Tausende im Gefolge der Finanz- und Wirtschaftskrise von ihren Haltern ausgesetzte Pferde irren nach wie vor über die Weiten der Grünen Insel - ihr Leben bedroht von Hunger, Krankheit, Straßenverkehr ... Was in Zeiten der Prosperität eine vielversprechende Geldanlage war, wird nun als teurer und überflüssiger Luxus entsorgt. Erregte die irische Pferdetragödie noch bisweilen mediale Aufmerksamkeit, sind andere, des Außergewöhnlichen gänzlich entbehrende Tiere, die über die Straßen und Plätze europäischer Krisenstaaten »streunen«, weder eine Druckzeile noch eine Sendeminute wert.



